11-17-2018, 12:13 AM

» name Damir Milos Antić
» nickname/künstlername Pancho
» alter 27 Jahre
» beruf Koch
» motto/slogan "Love may be blind, but it sure as hell finds it’s way through the dark"
» nickname/künstlername Pancho
» alter 27 Jahre
» beruf Koch
» motto/slogan "Love may be blind, but it sure as hell finds it’s way through the dark"
Hm... Ihr wollt also so etwas wie eine Selbsteinschätzung von mir haben oder? Ihr wisst aber schon, dass das gar nicht so einfach ist wie ihr euch das jetzt vorstellt. Ich meine die meisten sind bei sowas doch eh nie ehrlich sondern versuchen sich stets von ihrer besten Seite zu zeigen. Ich glaube das ist ein ganz großes Problem bei uns Menschen. Wir versuchen immer etwas zu sein, das wir nicht sind. Versuchen es immer anderen recht zu machen und verlernen darüber hinaus zu sein, wer wir sind. Sicherlich werden wir im Laufe unserer Jahre von dem geprägt was wir erleben oder was wir sehen, doch ist das für mich kein Grund seine eigenen Ideale oder Prinzipen ständig zu ändern. Sich immer nach dem Wind zu richten. Es ist doch viel interessanter, aufregender dem Wind ins Gesicht zu blicken. Sich dem Sturm zu stellen und nicht vor ihm davon zu laufen. Wenn man einmal in seinem Leben anfängt vor einem Problem oder einem Konflikt davon zu laufen, dann wird man sein ganzes Leben vor etwas wegrennen. Am Ende sogar vor sich selbst.
Auch wenn ich die Welt gerne ein wenig besser machen würde, so bin ich garantiert kein Weltverbesserer. Ich bin niemand der anderen Leute sagen will was sie zu tun haben oder wie sie ihr Leben zu führen haben. Das muss schon jeder ganz alleine für sich entscheiden. Die Entscheidung das eigene Leben zu führen, stolz auf sich zu sein und auf das, was man ist, das kann niemand anderes für einen übernehmen. Wenn mich jemand um Rat fragt oder meine Meinung hören will, dann erfülle ich ihm diesen Wunsch auch, aber ich würde ihm niemals sagen was er zu tun hat und noch weniger ihn in eine Richtung zwingen. Es ist einzig und alleine sein Leben und ich habe mit meinem eigenen schon genug zum tun.
Ich denke die Erlebnisse in meiner Kindheit haben mich dahingehend sehr geprägt. Sie haben mich mein Leben, das Leben überhaupt, mit ganz anderen Augen sehen lassen. Wenn man einmal so tief in den Abgrund geblickt hat, dann ist man froh für jeden neuen Tag. Freut sich über jedes, noch so kleine Geschenk, welches das Leben für einen bereit hält. Es sind oftmals die kleinen Dinge im Leben, die es lebenswert machen. Ein Lächeln hier, ein nettes Wort da. Doch die Fast Food Gesellschaft von heute hat verlernt auf diese kleinen Dinge zu achten. Hetzen durch ihren Tag, als wären sie auf der Flucht vor irgendwas oder irgendjemand. Glaubst du auch nur einer von den Menschen, die jeden Tag den Sunset Boulevard hoch und runter rennen, würden ein Gänseblümchen erkennen welches sich durch den grauen Asphalt gekämpft hat? Wohl eher nicht oder? Kinder, ja Kinder würden es sehen. Ihnen würde es auffallen, denn sie haben den Blick für das wesentliche noch nicht verloren. Ihre Unbeschwertheit lässt sie die Dinge sehen, die wichtig sind. Sie haben noch die Gabe in die Herzen der Menschen zu blicken. Sie sind noch nicht blind so wie wir Erwachsene. Ich kann Erwachsene nicht verstehen die ihre Kinder schon in jungen Jahren in diese ganze Hollywoodmaschinerie zwängen. Versuchen aus ihnen etwas zu machen, was sie nicht sind. Versuchen, sich über ihre Kinder zu profilieren oder das zu erreichen was sie selbst nicht geschafft haben. Ich empfinde es als grausam. Wenn ich einmal Kinder haben sollte, dann möchte ich, dass sie ihr Kind-Sein so lange leben und auskosten können, wie nur möglich. Ich weiß was es heißt von einem Tag auf den anderen erwachsen werden zu müssen und das ist etwas, das ich von meinen Kindern fernhalten möchte. Die strahlenden Augen und das unschuldige und unbeschwerte Lächeln eines Kindes ist für mich das größte Geschenk welches einem das Leben jemals machen kann.
Ich bin ein Optimist, trotz allem was ich erlebt habe. Genau so, wie ich noch immer das Kind in mir habe und das ist nichts, wofür ich mich schäme. Wieso auch? Es ist ein Teil von mir und mir fällt kein Grund ein, warum ich mich für mich selbst schämen müsste. Wenn ich am kichern bin wie ein Kind, dann kichere ich eben wie ein Kind. Es ist nichts peinliches, es ist etwas erleichterndes. Wenn ich das Gefühl habe jemanden einen Streich spielen zu müssen, dann tue ich das und wenn ich im strömenden Regen von einer Pfütze in die andere springen will, dann tue ich das. Das Leben ist ernst und man sollte es auch ernst nehmen, aber man sollte darüber nicht den Spaß am Leben verlieren. Wir lassen uns viel zu sehr von Meinungen von anderen beeinflussen. Fragen uns vorher zig mal ob man das wirklich tun könne, was die anderen über einen denken könnten und wisst ihr was? Es ist vollkommen egal was die anderen sagen oder denken. Tut es einfach! Hört auf das was euer Herz euch sagt und genießt diesen kleinen Moment der kindlichen Unbeschwertheit. Wenn ihr euch jedesmal diesem Wunsch verwehrt, dann endet ihr alle einmal als verbitterte Menschen. Wenn einmal der Tag kommt an dem ihr Abschied nehmen müsst, wollt ihr dann nicht mit einem Lächeln auf euer Leben zurück blicken und sagen können 'Ja ich habe gelebt'? Tut oder tut es nicht, es gibt da kein Versuchen. Du bist was du warst und du wirst sein was du tust.
Auch wenn ich die Welt gerne ein wenig besser machen würde, so bin ich garantiert kein Weltverbesserer. Ich bin niemand der anderen Leute sagen will was sie zu tun haben oder wie sie ihr Leben zu führen haben. Das muss schon jeder ganz alleine für sich entscheiden. Die Entscheidung das eigene Leben zu führen, stolz auf sich zu sein und auf das, was man ist, das kann niemand anderes für einen übernehmen. Wenn mich jemand um Rat fragt oder meine Meinung hören will, dann erfülle ich ihm diesen Wunsch auch, aber ich würde ihm niemals sagen was er zu tun hat und noch weniger ihn in eine Richtung zwingen. Es ist einzig und alleine sein Leben und ich habe mit meinem eigenen schon genug zum tun.
Ich denke die Erlebnisse in meiner Kindheit haben mich dahingehend sehr geprägt. Sie haben mich mein Leben, das Leben überhaupt, mit ganz anderen Augen sehen lassen. Wenn man einmal so tief in den Abgrund geblickt hat, dann ist man froh für jeden neuen Tag. Freut sich über jedes, noch so kleine Geschenk, welches das Leben für einen bereit hält. Es sind oftmals die kleinen Dinge im Leben, die es lebenswert machen. Ein Lächeln hier, ein nettes Wort da. Doch die Fast Food Gesellschaft von heute hat verlernt auf diese kleinen Dinge zu achten. Hetzen durch ihren Tag, als wären sie auf der Flucht vor irgendwas oder irgendjemand. Glaubst du auch nur einer von den Menschen, die jeden Tag den Sunset Boulevard hoch und runter rennen, würden ein Gänseblümchen erkennen welches sich durch den grauen Asphalt gekämpft hat? Wohl eher nicht oder? Kinder, ja Kinder würden es sehen. Ihnen würde es auffallen, denn sie haben den Blick für das wesentliche noch nicht verloren. Ihre Unbeschwertheit lässt sie die Dinge sehen, die wichtig sind. Sie haben noch die Gabe in die Herzen der Menschen zu blicken. Sie sind noch nicht blind so wie wir Erwachsene. Ich kann Erwachsene nicht verstehen die ihre Kinder schon in jungen Jahren in diese ganze Hollywoodmaschinerie zwängen. Versuchen aus ihnen etwas zu machen, was sie nicht sind. Versuchen, sich über ihre Kinder zu profilieren oder das zu erreichen was sie selbst nicht geschafft haben. Ich empfinde es als grausam. Wenn ich einmal Kinder haben sollte, dann möchte ich, dass sie ihr Kind-Sein so lange leben und auskosten können, wie nur möglich. Ich weiß was es heißt von einem Tag auf den anderen erwachsen werden zu müssen und das ist etwas, das ich von meinen Kindern fernhalten möchte. Die strahlenden Augen und das unschuldige und unbeschwerte Lächeln eines Kindes ist für mich das größte Geschenk welches einem das Leben jemals machen kann.
Ich bin ein Optimist, trotz allem was ich erlebt habe. Genau so, wie ich noch immer das Kind in mir habe und das ist nichts, wofür ich mich schäme. Wieso auch? Es ist ein Teil von mir und mir fällt kein Grund ein, warum ich mich für mich selbst schämen müsste. Wenn ich am kichern bin wie ein Kind, dann kichere ich eben wie ein Kind. Es ist nichts peinliches, es ist etwas erleichterndes. Wenn ich das Gefühl habe jemanden einen Streich spielen zu müssen, dann tue ich das und wenn ich im strömenden Regen von einer Pfütze in die andere springen will, dann tue ich das. Das Leben ist ernst und man sollte es auch ernst nehmen, aber man sollte darüber nicht den Spaß am Leben verlieren. Wir lassen uns viel zu sehr von Meinungen von anderen beeinflussen. Fragen uns vorher zig mal ob man das wirklich tun könne, was die anderen über einen denken könnten und wisst ihr was? Es ist vollkommen egal was die anderen sagen oder denken. Tut es einfach! Hört auf das was euer Herz euch sagt und genießt diesen kleinen Moment der kindlichen Unbeschwertheit. Wenn ihr euch jedesmal diesem Wunsch verwehrt, dann endet ihr alle einmal als verbitterte Menschen. Wenn einmal der Tag kommt an dem ihr Abschied nehmen müsst, wollt ihr dann nicht mit einem Lächeln auf euer Leben zurück blicken und sagen können 'Ja ich habe gelebt'? Tut oder tut es nicht, es gibt da kein Versuchen. Du bist was du warst und du wirst sein was du tust.
» besonderheiten/geheimnisse
Nun dass ich für mein Leben gerne koche ist ja kein großes Geheimnis mehr. Ich meine würde ich es nicht tun, dann wäre Koch wohl der denkbar unpassenste Beruf den man wählen kann. Außerdem profitiert ja auch mein Freundeskreis zur Genüge davon.
Moment, ich glaube ein Geheimnis existiert doch, aber ich verrate es euch nur, wenn ihr mir versprecht, niemanden etwas davon zu verraten. Einverstanden? Ok. Als Kind und bis ich den Haufen hier kennen gelernt habe, habe ich Geige gespielt und das nicht einmal schlecht. Es war das erste Instrument überhaupt welches ich gelernt habe. Ist jetzt nichts was mir peinlich wäre, aber ich muss es ja auch nicht unbedingt jedem unter die Nase reiben. Ich höre nämlich jetzt schon in meinem Kopf die entsprechenden Kommentare aus dem Freundeskreis.
Nun dass ich für mein Leben gerne koche ist ja kein großes Geheimnis mehr. Ich meine würde ich es nicht tun, dann wäre Koch wohl der denkbar unpassenste Beruf den man wählen kann. Außerdem profitiert ja auch mein Freundeskreis zur Genüge davon.
Moment, ich glaube ein Geheimnis existiert doch, aber ich verrate es euch nur, wenn ihr mir versprecht, niemanden etwas davon zu verraten. Einverstanden? Ok. Als Kind und bis ich den Haufen hier kennen gelernt habe, habe ich Geige gespielt und das nicht einmal schlecht. Es war das erste Instrument überhaupt welches ich gelernt habe. Ist jetzt nichts was mir peinlich wäre, aber ich muss es ja auch nicht unbedingt jedem unter die Nase reiben. Ich höre nämlich jetzt schon in meinem Kopf die entsprechenden Kommentare aus dem Freundeskreis.
Nun wie sich wohl an meinem Namen vermuten lässt bin ich nicht in Amerika geboren und das ist in der Tat auch so. Geboren wurde ich im wunderschönen Miljevci, doch die wahre Schönheit befand sich nur wenige Kilometer von meinem Elternhaus entfernt. Ein Land wie aus einer anderen Zeit. Grüne Wiesen und Wälder, raue Felsen und dazwischen ein jadegrüner Strom, der über viele Wasserfälle hinweg seinen Weg ins Meer gesucht hat. Ich war als kleines Kind oft dort gewesen. Es war, ja es war jedesmal wie eine Reise in eine ganz andere Welt. Eine Welt mit Fabelwesen und alten Sagen und Geschichten.
Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit gehabt mit allen Freiheiten die sich ein kleiner Junge nur wünschen konnte. Man war frei, man hatte Platz zum spielen, Luft zum atmen, war unbeschwert und hatte keine Sorgen. Doch dann kam das Jahr 1990 und ich lernte was es heißt richtig Angst zu haben. Sich um sein Leben, das seiner Freunde, seiner Familie zu sorgen. Mit jedem Jahr das verging, je mehr der Krieg um uns herum tobte, desto größer wurde die Angst. Das unbeschwerte Leben war mit einem einzigen Schlag wie weggewischt. Die Freiheit die man gehabt hatte, musste der Ausgangssperre weichen. Die Träume die man als kleines Kind noch hatte, wurden mit jeder Bombe die in unserer Nähe einschlug, weiter vernichtet. Momente, in welchen man früher einfach seinen Gedanken freien Lauf gelassen hatte, waren nun Momente in denen man sich immer wieder fragte, ob man den Wahnsinn der um einen herum tobte, überleben würde.
Ich erinnere mich noch genau an die Nacht in welcher mich meine Eltern geweckt und gesagt hatten, dass wir gehen müssten. Auch wenn sie versucht hatten ruhig zu klingen, so war die Angst in ihren Augen nicht zu übersehen. Ich wusste wie sehr sie an ihrem Haus hingen, an ihrer Heimat und wenn sie bereit waren dies alles hinter sich zu lassen, dann nur, weil unser aller Leben in Gefahr war. Ein Teil von mir wollte nicht gehen. Wollte das alles nicht einfach so zurücklassen, doch die Vernunft sagte mir, dass es die einzige Wahl war, die mir, die uns, blieb. Fliehen oder sterben – Eine andere Option gab es nicht. Nur mit dem nötigsten an Gepäck verließen wir das Haus, welches meine Eltern mit ihren eigenen Händen gebaut hatten. In welchem ich das Licht der Welt erblickt hatte und mit dem ich so viele schöne Erinnerungen verband. Die warme Milch mit Honig wenn ich krank im Bett gelegen war, die Geschichten die mir meine Mutter erzählt hat wenn ich nicht einschlafen konnte, die Abende vor dem Kamin an denen mir mein Vater gezeigt hatte wie man Holz bearbeitet. Es war nicht nur ein Haus was ich hinter mir zurückließ, es war meine Kindheit. Unsere Flucht endete in einem Flüchtlingslager und ich weiß bis heute nicht wie wir es geschafft hatten. Aber wir hatten überlebt und das alleine war es, was zählte. Wir waren zusammen.
Die Zeit in dem Flüchtlingslager war alles andere als eine schöne Zeit. Nicht zu wissen wo die Reise enden würde, ob sie jemals enden würde. Nicht genau wissend wohin man gehörte und zugleich genau wissend, dass man nicht zurück kehren konnte. Das Gefühl nur noch ein Name, eine Nummer auf einer langen Liste von Flüchtlingen zu sein, nicht aber ein Mensch. Auch wenn wir uns nun in Sicherheit befanden, so wich die Angst nicht von meiner Seite. Sie begleitete mich jeden Tag und jede Nacht. Zeigte mir immer wieder die grausamen Bilder die mir auf unserer Flucht begegnet waren. Die Schrecken des Krieges und das was Hass in dieser Welt verursachen kann. Es gibt heute noch Nächte an denen ich schweißgebadet aufwache. Sie sind weniger geworden, doch wäre ich leichtsinnig zu behaupten, dass es irgendwann einmal ganz aufhören würde. Man sagt zwar, dass Zeit alle Wunden heilen würde, aber bei diesen war selbst die Zeit machtlos.
Meine Reise endete letztendlich hier in Amerika. In LA um genauer zu sein. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wie meine Eltern damals gesagt hatten. Ich weiß nicht genau warum sie sich ausgerechnet für Amerika entschieden haben, aber ich vermute es lag mit daran, dass die amerikanischen Soldaten damals so freundlich zu ihnen gewesen waren.
Wir haben uns hier ein neues Leben aufgebaut und haben buchstäblich bei 0 angefangen. Wir hatten nichts mehr und doch haben wir es geschafft. Meine Eltern führen nun ein kleines Restaurant in LA und ich arbeite erfolgreich als Koch in einem exklusiven Restaurant am Sunset Boulevard. Auch wenn ich leidenschaftlich gerne koche, so liegt meine wahre Leidenschaft in der Musik. Sie hat mir geholfen die traumatischen Erlebnisse in meiner Kindheit zu verarbeiten und mein Traum ist es, mit der Musik die ich zusammen mit meinen Freunden mache, andere Menschen für eine gewisse Zeit in eine andere Welt zu entführen. Eine Welt in der es keine Sorgen gibt, eine Welt in der Träume noch eine Bedeutung haben, eine Welt in der wir alle gleich sind.
Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit gehabt mit allen Freiheiten die sich ein kleiner Junge nur wünschen konnte. Man war frei, man hatte Platz zum spielen, Luft zum atmen, war unbeschwert und hatte keine Sorgen. Doch dann kam das Jahr 1990 und ich lernte was es heißt richtig Angst zu haben. Sich um sein Leben, das seiner Freunde, seiner Familie zu sorgen. Mit jedem Jahr das verging, je mehr der Krieg um uns herum tobte, desto größer wurde die Angst. Das unbeschwerte Leben war mit einem einzigen Schlag wie weggewischt. Die Freiheit die man gehabt hatte, musste der Ausgangssperre weichen. Die Träume die man als kleines Kind noch hatte, wurden mit jeder Bombe die in unserer Nähe einschlug, weiter vernichtet. Momente, in welchen man früher einfach seinen Gedanken freien Lauf gelassen hatte, waren nun Momente in denen man sich immer wieder fragte, ob man den Wahnsinn der um einen herum tobte, überleben würde.
Ich erinnere mich noch genau an die Nacht in welcher mich meine Eltern geweckt und gesagt hatten, dass wir gehen müssten. Auch wenn sie versucht hatten ruhig zu klingen, so war die Angst in ihren Augen nicht zu übersehen. Ich wusste wie sehr sie an ihrem Haus hingen, an ihrer Heimat und wenn sie bereit waren dies alles hinter sich zu lassen, dann nur, weil unser aller Leben in Gefahr war. Ein Teil von mir wollte nicht gehen. Wollte das alles nicht einfach so zurücklassen, doch die Vernunft sagte mir, dass es die einzige Wahl war, die mir, die uns, blieb. Fliehen oder sterben – Eine andere Option gab es nicht. Nur mit dem nötigsten an Gepäck verließen wir das Haus, welches meine Eltern mit ihren eigenen Händen gebaut hatten. In welchem ich das Licht der Welt erblickt hatte und mit dem ich so viele schöne Erinnerungen verband. Die warme Milch mit Honig wenn ich krank im Bett gelegen war, die Geschichten die mir meine Mutter erzählt hat wenn ich nicht einschlafen konnte, die Abende vor dem Kamin an denen mir mein Vater gezeigt hatte wie man Holz bearbeitet. Es war nicht nur ein Haus was ich hinter mir zurückließ, es war meine Kindheit. Unsere Flucht endete in einem Flüchtlingslager und ich weiß bis heute nicht wie wir es geschafft hatten. Aber wir hatten überlebt und das alleine war es, was zählte. Wir waren zusammen.
Die Zeit in dem Flüchtlingslager war alles andere als eine schöne Zeit. Nicht zu wissen wo die Reise enden würde, ob sie jemals enden würde. Nicht genau wissend wohin man gehörte und zugleich genau wissend, dass man nicht zurück kehren konnte. Das Gefühl nur noch ein Name, eine Nummer auf einer langen Liste von Flüchtlingen zu sein, nicht aber ein Mensch. Auch wenn wir uns nun in Sicherheit befanden, so wich die Angst nicht von meiner Seite. Sie begleitete mich jeden Tag und jede Nacht. Zeigte mir immer wieder die grausamen Bilder die mir auf unserer Flucht begegnet waren. Die Schrecken des Krieges und das was Hass in dieser Welt verursachen kann. Es gibt heute noch Nächte an denen ich schweißgebadet aufwache. Sie sind weniger geworden, doch wäre ich leichtsinnig zu behaupten, dass es irgendwann einmal ganz aufhören würde. Man sagt zwar, dass Zeit alle Wunden heilen würde, aber bei diesen war selbst die Zeit machtlos.
Meine Reise endete letztendlich hier in Amerika. In LA um genauer zu sein. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wie meine Eltern damals gesagt hatten. Ich weiß nicht genau warum sie sich ausgerechnet für Amerika entschieden haben, aber ich vermute es lag mit daran, dass die amerikanischen Soldaten damals so freundlich zu ihnen gewesen waren.
Wir haben uns hier ein neues Leben aufgebaut und haben buchstäblich bei 0 angefangen. Wir hatten nichts mehr und doch haben wir es geschafft. Meine Eltern führen nun ein kleines Restaurant in LA und ich arbeite erfolgreich als Koch in einem exklusiven Restaurant am Sunset Boulevard. Auch wenn ich leidenschaftlich gerne koche, so liegt meine wahre Leidenschaft in der Musik. Sie hat mir geholfen die traumatischen Erlebnisse in meiner Kindheit zu verarbeiten und mein Traum ist es, mit der Musik die ich zusammen mit meinen Freunden mache, andere Menschen für eine gewisse Zeit in eine andere Welt zu entführen. Eine Welt in der es keine Sorgen gibt, eine Welt in der Träume noch eine Bedeutung haben, eine Welt in der wir alle gleich sind.
» avatarperson Tomislav Miličević
» gesuch? Nein
» charakterweitergabe? Ja
» steckbrief? Ja
» was passiert mit dem charakter bei einem ausstieg?
» zweitcharaktere
» gesuch? Nein
» charakterweitergabe? Ja
» steckbrief? Ja
» was passiert mit dem charakter bei einem ausstieg?
» zweitcharaktere







