Technologie und Errungenschaften
Die Welt hat sich durch die Ereignisse stark verändert. Sei es auf politischer Ebene, auf wirtschaftlicher Ebene oder auf technologischer Ebene. Projekt "ISSBH" hat viele Länder der Welt näher zusammen gebracht. Näher, als es Einzelnen vielleicht lieb gewesen wäre.
Jedes Land, welches sich Projekt "ISSBH" angeschlossen hat, besitzt noch immer eine eigene Regierung, welche über die internen Belange entscheidet, sowie auch viele der ursprünglichen Institutionen. Dem allen jedoch sind globale Einrichtungen übergeordnet. Diese Gremien setzen sich aus Vertreter jeden Landes zusammen. Diese Gremien überwachen die einzelnen Länder, ob sie sich an der Umsetzung der festgelegten Standards halten oder ob sie gegen diese verstoßen. Es gibt Gremien nicht nur im politischen Bereich, sondern auch im wirtschaftlichen, sozialen oder technologischem Bereich.
Hier wird nach und nach eine Sammlung von technologischen Errungenschaften, Veränderungen zu heute oder eingesetzte Technologie entstehen. Diese Sammlung erhebt keinerlei Ansprüche auf Vollständigkeit.
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Die SID Card
Damit Projekt "ISSBH" wachsen konnte, musste zuerst einmal fruchtbarer Boden geschaffen werden. Der erste Schritt dafür war, die Grenzen fallen zu lassen und die Menschen der verschiedenen Länder gleich zu machen. Dies passierte dadurch, dass alle Menschen einen einheitlichen Ausweis erhielten. Diese SID (Special Identification Card) erinnerte in ihrem Aussehen an die alten Mitarbeiterausweise aus den Anfängen des 21ten Jahrhunderts. Sie besitzt die Größe einer Scheckkarte und ein 3D Foto des Besitzers auf der linken Seite, sowie Angaben über den Vor- und Nachnamens auf der rechten Seite. Mehr Informationen über den Besitzer sind auf der Karte nicht abgedruckt. Die eigentlichen Informationen über den Besitzer befinden sich auf einem kleinen, in die Karte integrierten Chip.
Zu diesen Informationen gehören unter anderem: - Angaben über Geburtstag, Geburtsort, aktuell gemeldeter Wohnort
- Bankverbindung und Kontodaten (inkl Transaktionshistorie der letzten 30 Tage)
- Familienstand, Informationen über Eltern (Name, Wohnort, SID-Nummer), Geschwister (Name, Wohnort, SID-Nummer), Kinder (sofern vorhanden)
- Informationen über die Fahrerlaubnis (inkl. aller Verstöße gegen die Straßenverkehrsregeln)
- Informationen über den aktuellen Arbeitgeber (sofern vorhanden)
- Informationen über eventuelle Allergien, Blutgruppe, Hausarzt, chronische Erkrankungen
- Einträge in das Strafregister
Die SID ist aufgrund der Masse an Informationen nicht nur ein Ausweis, sondern eine Kombination der bisherigen Karten. Sie vereint Ausweis, Versichertenkarte, Führerschein und Kreditkarte.
Jedoch führte die Masse an Informationen zuerst zu einer Ablehnung bei einem Großteil der Bevölkerung, denn keiner wollte dass so viele private Informationen zugänglich gemacht werden. Die PR Firmen jedoch schafften es, die Vorteile einer solchen SID so gut zu präsentieren, dass der Widerstand bald abebbte und die Einführung der SID grünes Licht bekam.
Die Funktionsweise der SID ist eigentlich relativ einfach zu erklären. Man kann sich die SID Karte als Wohnhaus mit verschiedenen Wohnungen vorstellen. Hinter jeder Wohnungstüre befinden sich bestimmte Informationen. Diese sind nur den Personen zugänglich, welche einen Schlüssel für diese Türe besitzen. Ein Arzt zum Beispiel besitzt den Schlüssel um an die Krankenakte des SID Besitzers zu gelangen, aber mit seinem Schlüssel erhält er keinerlei Zugang zu den restlichen auf der SID gespeicherten Daten. Ein Polizist hingegen kann auf persönliche Daten zugreifen, nicht jedoch auf Bankdaten oder Krankenakte.
Der Inhaber der SID Karte besitzt ebenfalls einen Schlüssel für seine SID Karte. Mit dieser identifiziert er sich zb beim Bezahlen als rechtmäßiger Besitzer dieser Karte. Sein Schlüssel jedoch erlaubt ihm lediglich Zugang zu seinen Kontodaten.
Aber wie in jedem Haus, gibt es auch hier einen Generalschlüssel, den sogenannten Master Key. Mit diesem Schlüssel lassen sich sämtliche Informationen abrufen. Besitzer des Master Keys sind Regierungsbehörden wie zb das FBI oder die NSA (National Security Agency). Besitzer des Master Keys können zu jedem Zeitpunkt, von jedem Ort der Welt, auf die Daten einer SID Karte zugreifen.
Überall in der Stadt (und natürlich auch weltweit) gibt es Terminals. Diese Terminals bieten auf der einen Seite die Möglichkeit sich mit seinem Laptop ins Netz einzuklinken (es existiert natürlich auch die Option der kabellosen Funkverbindung), aber auch die Möglichkeit für jede Person, auf seine Kontodaten zu zugreifen. Man möchte ja immer auf aktuellem Stand sein was das persönliche Vermögen angeht. Dabei kann die SID Karte entweder in das Terminal eingeführt werden oder aber auch nur über einen Sensor gehalten werden. Nach Eingabe des persönlichen Schlüssels werden dem Besitzer die Daten auf dem Monitor angezeigt.
Die Polizei verfügt über Handhelds (tragbare Terminals), über die sie Zugriff auf die Daten einer SID erhalten.
Das Bezahlen mit der SID funktioniert nach ähnlichem Prinzip. Auch hier kommen Terminals zum Einsatz, deren Funktion sich jedoch auf Transaktionen beschränkt. Bezahlt wird indem man die Karte in das Terminal einführt oder über einen Sensor hält. Bei Beträgen unter 50 BitCoins wird der Betrag direkt abgebucht ohne dass der Besitzer sich identifizieren muss. Bei Beträgen über 50 BitCoins muss der persönliche Schlüssel in das Terminal eingegeben werden.
Alle Schlüssel, sowie die Daten die sich auf der SID Karte befinden, sind zusätzlich durch ein besonderes Verschlüsselungsprinzip geschützt. Nur wer dieses Prinzip knackt, hat die Möglichkeit die weiteren Schlüssel zu knacken. Der Versuch das Prinzip zu knacken, zu manipulieren oder andere Änderungen an einer SID Karte vorzunehmen, wird vom Gesetz bestraft. Die Strafen reichen hier von einer einfachen Geldstrafe bis hin zu einer lebenslangen Haftstrafe.
Was aber der Großteil der Menschheit nicht weiß ist, dass sich in der SID Karte noch eine weitere Funktion befindet. In ihr eingebaut ist ein kleiner Sensor, über welchen sich der Aufenthaltsort des Besitzers ermitteln lässt. Man kann also, sofern man den Master Key besitzt, die Zielperson genau orten und verfolgen. Natürlich ist dies eine Sache, welche die Regierung geheim zu halten versucht. Die Existenz eines solchen Sensors wird von der Regierung aufs heftigste dementiert. Personen, welche sich in der Vergangenheit öffentlich über die Existenz einer solchen Funktion geäußert haben, verschwanden entweder auf mysteriöse Art und Weise, wurden eines Skandals überführt und mussten ihre Ämter aufgeben oder sie wurden eines Verbrechens überführt und in Haft genommen. Es ist also ratsam dieses Thema besser nicht in der Öffentlichkeit anzusprechen.
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Die BitCoins
Ein weiterer Schritt im Zuge von Projekt "ISSBH" war die Erschaffung einer einheitlichen Währung und zugleich die Abschaffung von jeglichem Bargeld. Die Vorteile lagen in diesem Fall klar auf der Hand. Eine einheitliche Währung würde den Handel zwischen den Ländern nicht nur erleichtern, sondern auch fördern. Es würde eine weitere Grenze fallen, welche die einzelnen Bevölkerungen voneinander abgrenzt.
Da in den vergangen Jahren sämtliche Transaktionen lediglich elektronische Veränderungen von Zahlen auf verschiedenen Seiten darstellte, die Menschen immer mehr die Bezahlung mit Kreditkarte bevorzugte, war es nicht weiter verwunderlich, dass auch die Abschaffung jeglichen Bargeldes vorgenommen wurde.
Da jede Transaktion nicht mehr und nicht weniger ein Datenfluss darstellt, eine bestimmte Kombination von Bits und Bytes, wurde die neue Weltwährung BitCoins getauft.
Das Bargeldvermögen eines jeden Bürgers, einer jeden Regierung, wurde in BitCoins umgerechnet und auf das entsprechende Konto gut geschrieben. Seit dem finden alle Bezahlungen auf elektronischem Wege statt. Dies erleichterte natürlich die Nachverfolgung einzelner Tätigungen wie Einkäufe, was nicht nur dem Endverbraucher zu Gute kam, sondern natürlich im speziellen Falle den Behörden. Nie war es einfacher die Gewohnheiten eines Menschen zu überwachen, so wie Einblicke in sämtliche seiner Transaktionen zu erhalten. Geheime Transaktionen auf geheime Konten wurde auf diese Art und Weise erschwert. Auch die Überwachung einzelner Firmen wurde auf diese Weise vereinfacht.
Was also vordergründlich ein Vorteil von Projekt "ISSBH" für die Menschen sein sollte, war in Wirklichkeit ein Vorteil für die Behörden.
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Städtebau und Wohnsituation
Während Anfang des 21ten Jahrhunderts die teuersten Wohnungen überhaupt in den Innenstädten zu finden waren, während sich um die Stadt herum günstiger Wohnraum in Form von Ghettos bildeten, kehrte sich dieser Umstand im Laufe der Jahre deutlich herum. Wo früher auf die Offenbarung, dass man über eine Penthousewohnung im Herzen der Stadt verfügte von überall her ein 'Aaah' oder ein 'Oooh' folgte, folgt auf die gleiche Offenbarung heute nur noch ein mitleidiges Lächeln. Jeder der etwas auf sich hält, besitzt eine Wohnung in einer der neuen Satellitenstädte.
Doch wie kam es zu dieser Stadtflucht? Der rasche Anstieg der Bevölkerung, sowie der spärlich vorhandene Bauplatz, sorgte dafür, dass die Städte regelrecht mit Beton zugepflastert worden waren. Grünflächen mussten Bürogebäuden weichen und Parkanlagen Wohnblöcken. Die Folgen dieser massiven Flächenbetonierung waren drastisch. Regen führte zu regelmäßigen Überflutungen von Straßen und Kellern, da das Wasser keinerlei Möglichkeit mehr hatte auf natürlichem Wege im Erdboden zu versickern. Die Kanalisation der Städte war auf eine derartige Belastung nicht ausgelegt und war demnach auch nicht in der Lage diese Massen an Wasser ordnungsgemäß aus der Stadt zu leiten. Aber wer hat schon großes Interesse daran, in Gummistiefel von seiner Wohnung zu seinem Arbeitsplatz zu gelangen? Man forderte die Regierungen auf, etwas gegen diesen Zustand zu unternehmen und das taten sie auch.
Der erste Schritt war die Errichtung einer Satellitenstadt am Rande der eigentlichen Stadt. Konzipiert mit ausreichend Grünflächen und Häusern, ausgestattet mit der neusten Technologie. Ein nicht gerade günstiger Wohnort, aber die Oberschicht nahm die hohen Kosten gerne in Kauf. Keine nassen Füße mehr und dazu noch eine deutlich bessere Luftqualität waren nur zwei der ausschlagenden Faktoren für die erste Welle der Stadtflucht.
Der Umstand, dass der neue Wohnort nur den oberen Zehntausend zur Verfügung stand, führte natürlich zu Unmut innerhalb der Gesellschaft. Baufirmen witterten das große Geld und somit entstanden im Laufe der Jahre weitere Satellitenstädte. Nicht ganz so luxuriös wie die ursprüngliche Konzeption, aber noch immer verlockend genug, dass auch die weniger vermögende Oberschicht die Chance auf neuen Wohnort erhielt. Die Fläche für diese neuen Satellitenstädte erhielt man, indem man die ursprünglichen Ghettos im wahrsten Sinne des Wortes dem Erdboden gleich machte. Den Bewohner bot man entweder eine Wohnung im Kern der Stadt an, wobei es sich hier meist um Wohnungen der untersten Klasse handelte, oder aber man speiste sie mit einem Bruchteil dessen ab, was ihnen eigentlich zugestanden hätte.
Ein breiter Gürtel aus Grün trennt die Stadt von den grünen Inseln der Satellitenstädte. In sich geschlossene Kommunen, in der nicht nur die neuste Technologie vorherrscht, sondern auch die höchste Sicherheitsstufe. Früher hatte man sich in der Stadt vor dem schützen müssen, was vor der Stadt lauerte und heute musste man sich vor dem schützen, was in der Stadt lauerte.
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Wohnungen der Satellitenstädte
War Anfang des 21ten Jahrhunderts der denkende Kühlschrank noch DIE Erfindung überhaupt gewesen, ist er heute nur noch ein winziger Aspekt in einem viel größeren System. Ja, die Kühlschränke von heute registrieren noch immer, was man hineinstellt oder herausholt, aber die Kühlschränke von heute sind in der Lage sich direkt mit ihrem Besitzer zu verbinden und diesen zu jeder Zeit, an jedem Ort, über fehlende Waren zu informieren. Dies geht sogar soweit, dass man seinen persönlichen Kühlschrank mit dem Einkaufswagen in einem Supermarkt verbinden lassen kann. Aber nicht nur den Kühlschrank, sondern alles in seinem Haus. Hat der Partner die letzte Zahnpasta benutzt und nichts gesagt? Hat der Sohn den letzten Schokoriegel aus dem Schrank genommen und nichts gesagt? Heutzutage alles kein Problem mehr. Noch während dem Einkaufen erhält man eine Liste von allen Dingen, die sich nicht mehr im Sortiment des Hauses befinden. Böse Überraschungen gehören somit der Vergangenheit an. Es steht dem Bewohner eines Hauses sogar offen sein Haus so zu programmieren, dass es eine Bestellung der fehlenden Waren an eines der vielen Lieferservicecenter verschickt. Die Technik nimmt dem Menschen immer mehr das selbstständige Denken ab.
Jedes Haus ist so konzipiert, dass es sich vollkommen automatisch selbst reguliert. Temperatur, Lichtverhältnisse und Luftfeuchtigkeit wird regelmäßig überprüft und an die festgelegten Parameter angepasst. Ihr wollt die Morgensonne genießen, aber euch nicht aus dem Bett bewegen? Legt die Uhrzeit fest und schon gehen die Rollläden von ganz alleine nach oben. Ihr habt es lieber luftig-frisch, euer Partner aber gerne mollig-warm? Kein Problem. Das Haus weiß immer genau wer sich gerade im Inneren aufhält und wird die Räumlichkeiten stets der anwesenden Person anpassen oder aber den Mittelewert aus den angegebenen Parameter berechnen.
Aber das System des Hauses ist nicht nur in der Lage die Temperatur anzupassen, sondern es ist auch in der Lage die biometrischen Funktionen seiner Bewohners zu überwachen, sofern dieser ein unscheinbares Armband trägt, welches die Signale kontinuierlich an das System übermittelt. Auf diese Weise werden Herzfrequenz und Pulsschlag überwacht. Tritt ein Notfall ein, so wird das Überwachungssystem sofort einen Notruf in die Wege leiten. Wer in einem gesetzten Alter möchte nicht schon seine Überlebenschancen durch ein derartiges System erhöhen, so wissen wir doch alle, wie entscheidend Minuten bei einem Herzinfarkt sein können. Da nimmt man doch den Nachteil, dass das eigene Haus jederzeit weiß wo man sich gerade befindet, gerne in Kauf.
Jedes Haus verfügt über eine Solaranlage, sowie über einen Anschluss an die kommunalte Frischwasseraufbereitungsanlage, so dass sie nicht auf die städtische Versorgung angewiesen sind.
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